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Ein Punkt für die Tabelle und ein Sieg für die Moral

Kategorie: Fußball 1. MannschaftDatum: 20.10.2017
Ein Punkt für die Tabelle und ein Sieg für die Moral

Regionalliga: Obwohl fast die komplette Spielzeit in Unterzahl, entführt der SVS einen Zähler aus Eichstätt.


Wenn es noch einen Beweis brauchte, wie vorbildlich es derzeit um die Moral des SV Seligenporten bestellt ist, dann wurde dieser im Spiel beim VfB Eichstätt eindrucksvoll geliefert. Denn obwohl schon sehr früh durch eine gelb-rote Karte für Pascal Schärtel dezimiert, haderten die Klosterer nicht lange mit dem Schicksal, sondern nahmen stattdessen ihr Herz in die Hand und ergatterten aufgrund einer aufopferungsvollen läuferischen wie auch kämpferischen Vorstellung mit einem 0:0 einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Im Vergleich zur Vorwoche brachte Trainer Roger Prinzen Kai Neuerer für den leicht angeschlagenen Julian Schäf als rechten Außenverteidiger. Im Sturm ersetzte Raffael Kobrowski den zuletzt recht glücklos agierenden Yuri Meleleo. Wie schon in den Vorwochen wollten die Klosterer auch beim Aufsteiger aus Eichstätt nicht einigeln, sondern mit mutigen, aber dennoch kontrollierten Spiel nach vorne ihre Chance suchen. Dieser Matchplan sollte aber schon nach gerade einmal drei Minuten Spielzeit rigoros durchkreuzt werden. Ursache war ein Duell zwischen SVS-Verteidiger Pascal Schärtel und dem Eichstätter Stürmer Florian Grau, bei dem Letzterer seinen Kontrahenten aus nächster Nähe Anschoss und Schiedsrichter Manuel Steigerwald (Gräfendorf) daraufhin nach Intervention seines Assistenten auf Handelfmeter entschied und obendrein Schärtel mit Rot von Platz schickte. "Ich wurde aus vielleicht zwei Metern angeschossen und hatte keine Zeit, überhaupt noch zu reagieren. Außerdem hat mich der Ball nicht an der Hand, sondern an der Brust getroffen", versicherte der Betroffene hinterher absolut glaubhaft. Die nicht nur vom Spieler selbst als Fehlentscheidung interpretierte Maßnahme verursachte eine längere Diskussion. Anstatt hierbei mitzuwirken, zog es SVS-Keeper Sebastian Kolbe lieber vor, sich auf das Unvermeidliche zu Konzentrieren – und dies mit maximalem Erfolg. Nach erfolgtem Anpfiff, zweimal kurz mit den Handschuhen geklatscht, warf er sich dem nicht unbedingt Scharfen, wohl aber platzierten Schuss von Lucas Schraufstetter entgegen und verwehrte der flach und aus Torhütersicht links heranrauschenden Kugel reaktionsschnell das Überqueren der Torlinie.

Diese Großtat sollte den Beginn für eine kämpferisch wie läuferisch beeindruckende Vorstellung der Klosterer werden. Ließ die nun in Überzahl agierende Heimelf, in der Hoffnung, die entscheidende Lücke zu finden, das Leder anfangs noch recht gelassen durch ihre Reihen zirkulieren, sollte sich dies schon bald ändern. Denn sobald der VfB die Kugel auch nur in die Nähe des Gästestrafraums brachte, stand schon ein Klosterer parat, um dieses zu stoppen, zu blocken, oder auch einfach mal nur ins Aus zu schicken. Somit verlegte sich Eichstätt schon bald auf Schüsse aus der Distanz und diese bargen durchaus Gefahr in sich. Hatte Kolbe noch Glück, dass ein Freistoß von Yomi Scintu knapp an seinem Gehäuse vorbeistrich (31.), griff er tief in seine Werkzeugkiste, um erneut gegen Scintu (37.), und zwei Minuten später auch im Duell mit Schraufstetter die Oberhand zu behalten. Kann man dem SVS an diesem Tag überhaupt einen Makel bescheinigen, dann vielleicht den, dass sie es versäumten, ihre Kontergelegenheiten besser auszuspielen. So war es durchaus bezeichnend, dass die beste Gelegenheit der Klosterer eher einem Zufall entsprang, als ein wohl als Flankenball gedachter Schuss von Kai Neuerer urplötzlich an das Eichstätter Gebälk klatschte (57.). Davon abgesehen, wurde der Eichstätter Keeper nur bei einem Abschluss von Tim Olschewski zu einem größeren Arbeitseinsatz gezwungen (73.). Ansonsten spielte sich das Geschehen fast durchgängig auf der anderen Seite ab. Dort warfen sich Kapitän Sebastian Herzel und seinen Mannen so mutig wie unverdrossen in jeden Schuss und Zweikampf. Freilich aber war es den tapferen SVS-Recken ob des dauernden Beschusses unmöglich, sämtliche Gefahren zu entschärfen. Großartig darüber zu sorgen brauchten sie sich darüber nicht, stand doch ganz hinten  eine Wand namens "Sebastian  Kolbe".

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