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Ein Punkt mit Licht und Schatten

Kategorie: Fußball 1. MannschaftDatum: 22.04.2018
Ein Punkt mit Licht und Schatten

Während die Klosterer defensiv überzeugten, blieb in der Vorwärtsbewegung vieles Stückwerk. Am Dienstag geht es zum TSV 1860 Rosenheim.

Seligenporten, Am Sportpark 1. In einem chancenarmen, weil von stabilen Defensivreihen dominierten Spiel kommt der SV Seligenporten gegen den VfB Eichstätt über ein 0:0 nicht hinaus. Weil aber der FC Memmingen in Burghausen unterlag, bauen die Klosterer ihren Vorsprung zu den Abstiegsrängen auf zwei Zähler aus.
Im Vergleich zur 1:4-Niederlage in Schweinfurt nahm SVS-Trainer Roger Prinzen eine Änderung vor und besetzte die vorderste Linie mit Sven Seitz für den  bei den Klosterern für den erkrankten Raffael Kobrowski. Zunächst aber waren die Klosterer vorwiegend in der Rückwärtsbewegung gefordert, legten doch die so gut wie den Ligaverbleib in der Tasche habenden Gäste den aktiveren Auftakt hin. So setzte Fabian Schäll mit einem 20-Meter-Schuss eine frühe erste Duftmarke, bevor auch Julian Kügel dass von Sebastian Kolbe gehütete Tor verfehlte (6.). Kurz danach verbuchte die Heimelf ihren ersten Torabschluss, als Kai Neuerer aus etwa 18 Metern VfB-Keeper Jonas Herter prüfte. Die größte Gefahr entfachte aber erneut Kügel, dessen Schrägschuss am rechten Toreck vorbeizischte. Dies sollte es dann aber für Eichstätt in Sachen Offensivaktionen für längere Zeit gewesen sein. In der Folge übernahmen die Klosterer immer mehr das Zepter, rannten sich aber immer wieder in der dichtgestaffelten Abwehrreihe ihres Kontrahenten fest. Insbesondere der auf den linken Flügel unermüdlich ackernde Fotios Katidis spulte ein enormes Laufpensum ab, ließ aber vor dem gegnerischen Tor  das Durchsetzungsvermögen vermissen. Da es auch seinen Mannschaftskameraden nicht besser erging und sie überdies zu oft zu umständlich zu Werk gingen, blieben Torchancen recht dünn gesät. Lediglich Danilo Dittrich mit einem Freistoß (37.) sowie Neuerer verschafften Herter etwas Arbeit.
In der Rückwärtsbewegung arbeitete der SVS allerdings sehr konzentriert und nahm mit Fabian Eberle den besten Stürmer der Liga weitgehend aus dem Spiel. Dass er dann aber doch nicht ganz auszuschalten ist, bewies Eberle in der 52. Minute, als  er nach einer Flanke von Schäll hochstieg und den Kasten nur haarscharf verfehlte. Der SV Seligenporten antwortete zwei Minuten später mit seiner besten Chance der gesamten Partie. Eine hohe Hereingabe von Faria da Cruz köpfte der nicht eben großgewachsene Kapitän Stanislaus Herzel knapp über die Latte. In der Schlussphase brachte Prinzen mit Milos Tesic, Felix Wöllner und Juri Meleleo sämtliches noch verfügbare Offensivpersonal. Seine Kicker gaben nun klar den Ton an und versuchten jedoch vergeblich, den gegnerischen Abwehrriegel zu knacken.
Es hätte nicht viel gefehlt, dann wären die Klosterer am Ende sogar mit komplett leeren Händen dagestanden. Nach einem Missverständnis des SVS tauchte Kügel plötzlich völlig frei vor Kolbe auf. Doch im Versuch, den Keeper zu umspielen, wurde Kügel etwas zu weit nach außen getrieben, so dass er die Kugel nur ans Außennetz setzte (86.).
Weiter geht es für den SVS bereits an diesem Dienstag (19 Uhr) mit der Partie beim TSV 1860 Rosenheim. „Hier müssen wir Punkte holen“, macht Prinzen um den Ernst der Lage keinen Hehl. Angesichts der aktuellen Terminhatz mit sieben Spielen in drei Wochen, gilt er sein Augenmerk extrem der Regeration „Die derzeitige Belastung geht an der Mannschaft nicht spurlos vorbei, einige Spieler sind am Anschlag. Wir müssen uns jetzt erholen, um in Rosenheim wieder frisch zu sein.“ Dies umso mehr, als Rosenheim am Wochenende spielfrei war und relativ ausgeruht antreten wird. Die Oberbayern stehen derzeit auf dem 13. Tabellenrang und benötigen zum sicheren Klassenerhalt noch einige Punkte. Das Momentum könnte aber dennoch für den SVS sprechen, ist Rosenheim doch seit sieben Spielen ohne Sieg und feierte in den vergangenen 13 Partien nur einen Erfolg.                                                                                    

Stimmen zum Spiel:
Roger Prinzen, Trainer SV Seligenporten: „Eichstätt stand kompakt und wir waren einfach zu langsam, um in die Räume zu kommen. Die Mannschaft hat sich aufgeopfert und ordentlich gekämpft. Das Ergebnis geht leider so in Ordnung.“

Markus Mattes, Trainer VfB Eichstätt: „Wir sind in den ersten Minuten sehr gut ins Spiel gekommen, haben aber unsere Angriffe nicht ordentlich zu Ende gespielt. Danach wurde Seligenporten stärker. Mit etwas Glück oder auch mehr Konzentration hätten wir dann sogar noch gewinnen können.“
 

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