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Herber Rückschlag gegen Schalding

Kategorie: Fußball 1. MannschaftDatum: 02.05.2018
Herber Rückschlag gegen Schalding

Ein in der Offensive einmal mehr enttäuschender SVS unterliegt mit 0:2 und kann nun den direkten Klassenerhalt so gut wie abschreiben.

Diese Niederlage tut richtig weh! Nach zuletzt sieben Zählern in drei Spielen, muss der SV Seligenporten mit einer 0:2 (0:0)-Niederlage gegen den keinesfalls stark auftretenden SV Schalding-Heining einen herben Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt einstecken. Bei nur noch zwei auszutragenden Spielen und jetzt vier Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, dürfte dies mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auch das Ende aller Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt bedeuten. Knackpunkt für die 16. Saisonpleite der Klosterer war einmal mehr die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff.
Im Gegensatz zum 1:0-Sieg in Pipinsried am vergangenen Freitag wartete SVS-Trainer Roger Prinzen mit zwei Änderungen auf. Während Sven Seitz den gelbgesperrten Fotios Katidis in der Offensive ersetzte, machte in der Abwehr Kai Neuerer für Julian Schäf Platz. Gestaltete sich die Anfangsphase zunächst ausgeglichen, übernahm die Heimelf vor ihren etwa 250 Zuschauern dann allmählich die Spielkontrolle. Nachdem Kobrowski in der sieben Minute bei einem Ball aus dem Mittelfeld einen Schritt zu spät kam, bot sich ihm kurz danach die Riesenchance zur Führung. Ausgangspunkt war Kevin Woleman der Odilon Faria da Cruz auf dem linken Flügel steil schickte. Dessen flache Hereingabe landete punktgenau beim heranrasenden Kobrowski, der jedoch, obgleich völlig frei, aus elf Metern das Tor nicht traf. Endgültig zum Unglücksraben avancierte die Nummer 23 dann, als er ein Zuspiel von Danilo Dittrich aufnahm, seinen satten 16-Meter-Knaller aber der Schaldinger Torhüter Markus Schöller mit einer starken Reaktion zur Ecke parierte (21.). Auch in der Folge lief der Ball wesentlich öfter in den Reihen des SVS. Dass es zum finalen Torschuss nicht reichte, lag zum einen daran, dass die Klosterer ihre Aktionen zu umständlich anlegten oder ihre Bemühungen allzu oft mit Fehlpässen konterkarierten. Darüber hinaus machten die Dorfkicker den Eindruck, als fehle ihnen der Mumm, einfach mal aus der zweiten Reihe abzuziehen.
Mit der Zeit fanden die anfangs etwas unsortiert wirkenden Schaldinger besser in die Partie. Erstes Indiz hierfür war ein Schuss von Mario Enzensberger, den die Klosterdefensive zwar abblockte, dann aber Glück hatte, dass der Nachschuss von Muhammet Alagöz knapp daneben strich (30.). Alagöz war es auch, der in der 43. Minute mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz SVS-Keeper Sebastian Kolbe zu einer echten Glanztat herausforderte.
Wie schon zu Beginn, fanden sich die Hausherren auch nach der Pause einem abwartend reagierenden Rivalen gegenüber. Der konnte sich diese defensive Strategie durchaus leisten, fand der SVS doch kaum einmal eine Lücke in der so eng wie auch klug formierten Abwehrwall. In der 65. Minute dann einer der wenigen freudigen Augenblicke für den SVS, als Marcel Schelle nach fast neumonatiger Pause wegen eines Kreuzbandrisses sein Comeback gab.
Maßgebliche Impulse vermochte dieser freilich auch nicht zu setzen. Vielmehr kam es nun knüppeldick für ihn und seine Kameraden, als die Gäste einen ihrer seltenen Angriffe  durch Alagöz verwerteten, der aus spitzem Winkel zum 1:0 (72.) einschoss. Kurz danach hatte Weber den Ausgleich auf dem Fuß, ließ sich die Kugel aber fünf Meter vor dem Tor  abluchsen. Wesentlich entschlossener ging auf der anderen Seite Martin Tiefenbrunner zu Werke, der aus derselben Distanz abzog, aber nur die Latte traf (81.). Drei Minuten später die endgültige Entscheidung durch Nico Dantscher, der aus 35 Meter Maß nahm und mit einem Traumtor zum 2:0 (84.) alles klar machte.                
                                              
Stimmen zum Spiel:
Roger Prinzen, Trainer SV Seligenporten. „In der ersten halben Stunde waren Möglichkeiten da, das war aber zu wenig. Die Bereitschaft war nicht da und wir haben uns zu wenig durchgesetzt, deshalb ist der Gästesieg völlig verdient.“

Stefan Köck, Trainer SV Schalding-Heining: „Wir sind auf einen starken Gegner getroffen und haben die erste Halbzeit mit etwas Glück überstanden. In der zweiten Halbzeit haben wir nichts mehr zugelassen und standen in der Abwehr gut.“
 

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