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Das Schlusslicht als Vorbild

Datum: 14.04.2018Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Das Schlusslicht als Vorbild

Trotz des bereits feststehenden Abstiegs, zeigt der FC Unterföhring gute Leistungen. Solche Nehmerqualitäten erwartet Trainer Prinzen auch von seinen zuletzt arg gebeutelten Klosterern.

Es ist gerade einmal zweieinhalb Wochen her, da schien der SV Seligenporten auf einem guten Weg, den so erwünschten Nichtabstiegsplatz tatsächlich auch zu erreichen.
Mittlerweile aber hat sich der Wind gewaltig gedreht und bläst den Jungs um Trainer Prinzen konträr zu den endlich gestiegenen Temperaturen eisig ins Gesicht. Nach zuletzt zwei recht uninspirierten Auftritten und den damit einhergehenden 1:2-Niederlagen gegen den VfR Garching und bei der SpVgg Greuther Fürth II, ist der Abstand zum rettenden Platz 15 auf nahezu unüberbrückbare zehn Zähler angewachsen. Somit kann es für die Klosterer in den acht noch ausstehenden Saisonspielen  nur noch darum gehen, den nur einen Zähler zurückliegenden FC Memmingen auf Distanz zu halten und somit den Relegationsplatz zu verteidigen. Dass an diesem Samstag (14 Uhr) der abgeschlagene Tabellenletzte FC Unterföhring seine Aufwartung macht, scheint in diesem Zusammenhang für die Klosterer also optimal zu sein.
Allerdings könnte sich die vermeintlich leichteste Aufgabe der Saison zu einer, so SVS-Trainer Roger Prinzen, „ziemlich harten Nuss“ auswachsen. „Der FC Unterföhring hat zuletzt sehr ordentliche Ergebnisse eingefahren und tritt vor allem in der Defensive wesentlich geordneter als noch vor der Winterpause auf“, weiß der Coach um die Qualitäten der Oberbayern. Dies ist umso erstaunlicher, als im vergangenen Sommer die dort mit dem erstmaligen Regionalliga-Aufstieg verbundene große Freude bald zunehmender Enttäuschung wich.
So kehrten nach vollzogenem Aufstieg nicht weniger als sechs Stammspieler dem FCU teils recht überraschend den Rücken. Die meist mit Spieler aus unterklassigen Ligen neu zusammengestellte Mannschaft, fand sich dann auch recht schnell am Tabellenende wieder. Wenig hilfreich gestaltete sich zudem, dass der Platz in Unterföhring als nicht Regionalligatauglich klassifiziert wurde und die Heimspiele deshalb im Sportpark Heimstetten ausgetragen werden müssen.
Dies alles, gepaart mit dem mangelndem Interesse der umliegenden großen Unternehmen, ein finanzielles Engagement einzugehen, führte dazu, dass sich die Verantwortlichen in der Winterpause dazu entschlossen, keinen Antrag für die Regionalliga zu stellen. Trotz des nun unwiderruflich feststehenden Abstiegs hielt sich der FCU an sein Versprechen, keine Geschenke in der Liga zu verteilen. Wie ernst es der Tabellenletzte damit meint, bewies er bei seinem jüngsten 2:0-Sieg gegen den FC Ingolstadt recht eindrucksvoll.
Eben solche Nehmerqualitäten erwartet Prinzen auch von seinen zuletzt so gebeutelten Kickern: „Wir müssen dass, was war, hinter uns lassen. Die Energie in der Mannschaft muss positiv sein und bleiben. Das muss von ihr selbst kommen, aber auch von außen unterstützt werden“, nimmt er sich selbst ebenfalls mit in die Pflicht. Was die unter der Woche gezeigten Trainingsleistungen angeht, scheint die Mannschaft den Ernst der Lage begriffen zu haben, bescheinigt der Trainer ihr doch, dass sie gut trainiert habe. Um das Team gegen einen wohl eher defensiv gestimmten Rivalen bestmöglich vorzubereiten, standen auf dem Trainingsplan Dinge wie Ballbesitz, richtiges Freilaufen aber auch Zweikampfführung und konsequentes Anlaufen des ballführenden Kontrahenten ganz oben an. Münden soll dies alles in einen wesentlich zielstrebigeren, als den zuletzt gezeigten Fußball. „Jeder einzelne muss sich für sich selbst vorbereiten und im Team seine Position, so gut es irgendwie geht, ausfüllen“, appelliert Prinzen an die richtige Grundeinstellung. Mit vor der Partie sind wieder die zuletzt gelbgesperrten und arg vermissten Kevin Woleman und Kai Neuerer. Fraglich ist hingegen das Mitwirken von Stanislaus Herzel. Der eigentlich unverzichtbare Stammspieler und etatmäßig Kapitän konnte wegen einer Mantelentzündung das Training erst vor kurzem wieder aufnehmen.                          

Am Rande notiert:
Der 3:2-Hinspielsieg, war die bislang einzige Partie des SV Seligenporten gegen Unterföhring. Kevin Woleman traf zur Führung. Nach einem Doppelschlag des FCU, drehten Marco Weber sowie Julian Schäf den Spieß um.
Dieser erste von bislang zwei Auswärtssiegen hievte den SVS damals auf Rang 14 der Tabelle – die in der aktuellen Saison beste Platzierung überhaupt.
 

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