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Eine völlig abstruse Situation

Datum: 23.05.2015Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Eine völlig abstruse Situation

Selbst wenn der Tabellenletzte SV Seligenporten sein Saisonfinale am Samstag gegen den FC Schweinfurt verliert, ist der Abstieg noch immer nicht sicher.

„Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand“, bringt Trainer Florian Schlicker die Situation des SV Seligenporten vor dem an diesem Samstag (14 Uhr) anstehenden Saisonfinales auf den Punkt. Alles, was das Tabellenschlusslicht noch selbst beitragen kann, ist ein Heimsieg gegen den FC Schweinfurt 05. Und der Coach ist auch absolut gewillt, diese Grundvoraussetzung zu erbringen: „Wir wollen einen guten Abschluss und werden uns, nicht zuletzt unserer treuen Fans wegen, nochmal voll reinhängen.“ Darüber hinaus muss darauf gebaut werden, dass der TSV Buchbach beim vorletzten FC Eintracht Bamberg wenigstens einen Zähler mitnimmt. Sollte dies der Fall sein und der SVS die Bamberger verdrängen, braucht es Hilfe aus der Zweiten Liga. Denn wenn der TSV 1860 München oder die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag den Klassenerhalt verpassen, stünde auch die jeweilige zweite Mannschaft als ersten Regionalligaabsteiger fest, was den Klosterer dann den Zugang zu den Relegationsspielen ermöglichen würde. Sollten beide Zweitligisten absteigen, würde sogar der letzte Platz für die Relegation genügen. Was wiederum bedeutet, dass sich, egal was am Samstag passieren auch mag, die Ligazukunft der Klosterer frühestens einen Tag später entscheidet. Frühestens deshalb, weil sich die Gemengelage im Extremfall noch abstruser darstellen könnte. Denn sollte einer der beiden Zweitligisten absteigen und der andere den Relegationsplatz belegen, müsste erst die sportliche Zukunft des Letzteren abgewartet werden.
Mit solchen Szenarien und dem Bau von irgendwelchen Luftschlössern will sich Schlicker gar nicht erst befassen. Vielmehr stuft er die Chancen, dass sich die Saison des SVS noch um mindesten zwei Spiele verlängert, als „nicht so groß“ ein.
Der Begriff „Relegation“ bringt auch beim FC Schweinfurt 05 ganz bestimmte Saiten zum Schwingen. Diesen risikobehafteten Weg mussten die „Schnüdel“ nämlich in der vergangen Spielzeit einschlagen, um sich dann aber souverän die Liga zu sichern. Dieses Ziel ist heuer mit Rang zwölf und 39 Punkten schon erreicht. Nach einer soliden Vorrunde, schlidderte das Team von Ex-Klosterer Gerd Klaus, analog der im November für gewöhnlich einsetzenden Glatteisbildung mit nur einem Zähler aus sechs Spielen gefährlich nahe an die Abstiegszone heran. Dann aber wurde mit nur einer Niederlage in den folgenden sieben Partien kräftig Punktesand gestreut und wieder in die Spur gefunden. Und selbst diese Pleite – ein 1:2 beim TSV 1860 München II – gebar einen Schweinfurter Gewinner, als sich Keeper Christopher Pfeiffer mit einem spektakulären Tor aus 90(!) Metern Entfernung im noch nicht sonderlich umfangreichen Geschichtsbuch der Liga verewigte. Überhaupt ist die Unberechenbarkeit eine der großen Trümpfe der Unterfranken, haben doch satte 17 Akteure zu den insgesamt 45 erzielten Toren beigetragen.
Unberechenbare Geschichten hat auch der Fußball schon des Öfteren geschrieben. Wer weiß, vielleicht folgt demnächst eine weitere…          


Info Fläche:
Gesamtbilanz: Von seinen bislang 107 Regionalligapartien gewann der SVS 34, 22-Mal gab es ein Remis und 51 Spiele wurden verloren. Dabei haben die Klosterer 136 Tore geschossen und deren 191 kassiert. In der 25 Vereine umfassenden „ewigen Tabelle“ liegt der SVS auf Rang 13.

Bilanz gegen Schweinfurt: Bislang trafen beide Team neun Mal – davon drei RL-Spiele – aufeinander. Die Ausbeute des SVS ist mit zwei Siegen, sechs Remis und einer Niederlage bei 13:11 Toren positiv. Das Hinspiel endete 2:2 und führte eine kuriose Serie fort, in der die Klosterer bei allen fünf Partien in Schweinfurt ein Remis ergatterten.                    
 

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