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Kein ganz normales Spiel

Datum: 28.10.2017Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Kein ganz normales Spiel

An diesem Wochenende muss der SV Seligenporten beim FC Augsburg II ran. Dort setzte es in der Vorsaison ein unglaubliches 0:12-Debakel

Wenn der SV Seligenporten an diesem Samstag (14 Uhr) im Rosenaustadion gegen den FC Augsburg II antritt, dann ist dies die Rückkehr an eine Stätte, welche im kollektiven Vereinsgedächtnis der Klosterer schon jetzt fest verankert ist und es wohl für alle Zeiten auch bleiben wird. Erlitten die Klosterer doch dort am 30. Juli vergangenen Jahres mit ein auch mit dem Abstand von dann 447 Tagen noch immer unglaubliches 0:12-Fiasko. Ein Ereignis, welches sogar die traditionsbeladene und mit Olympischen Weihen versehene Fußballarena - wenn auch nur in Nuancen - veränderte. So zeigte sich die lediglich für einstellige Werte ausgerichtete und nur manuell bedienbare Anzeigetafel nach dem zehnten Schuss ins SVS-Gehäuse überlastet. Um aber diesen hier im sportlichen Sinne gemeinten Hammer weiterhin optischen Ausdruck zu verleihen,  brauchte es jetzt ein solch stoffliches Werkzeug. Damit wurde es dann möglich, den   Ergebnisspeicher mit dem bloßen Einschlagen eines Nagels einer ebenso archaischen wie hochwirksamen Aufrüstung  zu unterziehen. „Damals hat mein Handy dauernd gepiepst und ich habe mir gedacht, dass es so was eigentlich gar nicht geben kann“, erinnert sich, der damals Vereinslose und jetzige SVS-Trainer Roger Prinzen noch gut an dieses Ereignis. Wie Prinzen selbst, geht auch der allergrößte Teil des Klosterteams ohne diese schwere Last ins Spiel. Lediglich die beiden Abwehrmänner Julian Schäf und Kevin Woleman standen damals von Beginn an auf dem Platz, während Kai Neuerer, Lino D’Adamo und Marco Weber als Einwechselspieler zum Zuge kamen. Das Letzterer aufgrund seiner fünften gelben Karte diesmal nicht eingesetzt werden kann, darf mit Fug und Recht als echte Schwächung bezeichnet werden. Immerhin hat sich der 23-jährige unter Prinzen zu einem echten Spielmacher mit Torjägerqualitäten entwickelt und ist nicht von ungefähr mit sechs Treffern bester SVS-Schütze. Hadern mag der Coach damit aber nicht, sondern blickt lieber optimistisch nach vorne: „Wir haben mit Fotios Katidis und Felix Wöllner gute Alternativen an Bord.“ Unabhängig davon, wer letztlich das Mandat erhält, wird es vor allen Dingen darauf ankommen, möglichst schnell umzuschalten. Ein Blick auf die Torbilanz weißt den FCA als offensivstarkes Team mit Schwächen in der Abwehr aus, was Prinzen vermuten lässt, dass „den Augsburgern wohl etwas die Balance fehlt.“ Um sein Team bestmöglich auf diesen Kontrahenten einzustellen, wird er speziell auf diese Partie hintrainieren. Ein Verfahren, welches er sowie seine beiden Co-Trainer Hendrik Baumgart und Florian Beck schon länger mit beeindruckendem Erfolg praktizieren. Die Aussichten, die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage weiter zu verlängern, macht Prinzen stark davon abhängig, wer im Aufgebot des Gegners steht. Ein Umstand, der den FCA  zu einer echten Wundertüte werden lässt. Endscheidet sich der Tabellensiebte dazu, einige Spieler des Profikaders einzubauen, kann er es mit jedem Gegner locker aufnehmen. So wurde der FC Bayern München mit 5:1 regelrecht von Platz gefegt und vor kurzen auch  Spitzenreiter 1860 München vor der Rekordkulisse von mehr als 21000 (!) Zuschauern mit 3:2 in die Schranken verwiesen. Lässt Trainer Dominik Reinhardt aber „nur“ die junge Garde ran, erweisen sich sogar die „Kleinen“ der Liga schon mal als Stolperstein.
Doch egal, mit welcher Formation der FCA nun tatsächlich antritt,  die Wahrscheinlichkeit, dass der „SVS-Nagel“ erneut zum Einsatz kommt, dürfte angesichts der momentanen Verfassung der Klosterer verschwindend gering sein.      

Am Rande notiert:
Mit Rang 14 befindet sich der SVS derzeit auf einem Nichtabstiegsrang. Eine bessere Platzierung in der Regionalliga verbuchten die Klosterer zuletzt  vor mehr als drei Jahren, wo sie am 23. Mai 2014 in der Abschlusstabelle als Siebter notiert wurden. 

Marco Weber ist der erste Klosterer, der in dieser Saison wegen einer Gelbsperre pausieren muss. Mit zwei gelb-roten, einer roten sowie 39 gelben Karten steht der SVS in der Fairnesstabelle mit Platz 16 ziemlich weit unten.
 

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