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Nervenspiel für mental angeschlagene Klosterer

Datum: 04.04.2017Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Nervenspiel für mental angeschlagene Klosterer

Um nicht auf einen Abstiegsplatz zurückzufallen, muss der SVS im Nachholspiel beim SV Schalding-Heining punkten.

Nach dem 0:2 gegen Buchbach steht der SV Seligenporten im Nachholspiel beim vorletzten SV Schalding-Heining an diesem Dienstag (18 Uhr) mächtig unter Druck, würde er doch bei einer weiteren Pleite auf eben jenem Rang – einem Abstiegsplatz – zurückfallen. „Es ist sehr enttäuschend für mich, wir waren nicht konzentriert genug“, hatte Trainer Florian Schlicker für den Auftritt am vergangenen Freitag nur ein verbales Kopfschütteln übrig. Dies umso mehr, als seine Kicker in den beiden vorherigen Partien den Ernst der Lage erkannt zu haben schienen und gegen Burghausen sowie in Hof immerhin vier Zähler einheimsten. Eines allerdings wurde auch dort bestätigt: Beim SVS steht hinten einfach viel zu selten die „Null“. In dieser Saison überhaupt erst zwei Mal und in den letzten 13 Spielen gar nicht mehr. Mit insgesamt 59 Einschlägen ist die Klosterdefensive denn auch die löchrigste der Liga. Warum dem so ist wurde insbesondere beim zweiten Gegentor des TSV Buchbach deutlich, als Torhüter Patrick Bogner einen Befreiungsschlag direkt in die Füße eines Gegners spielte und dieser den alles entscheidenden Spielzug einfädelte. Einem gerade einmal 19-jährigen Keeper, der nach dem Knorpelschaden von Stammkeeper Christopher Pfeiffer ins eiskalte  Regionalligawasser geworfen wurde und von sich selbst behauptet, erst in diese Situation hineinwachsen zu müssen, für diese Misere verantwortlich zu machen, wäre freilich mehr als ungerecht. Vielmehr sind hier seine teilweise doch schon recht erfahrenen Vorderleute gefordert, das Geschehen möglichst weit von ihrem Keeper fernzuhalten und ihn nicht mit unnötigen Rückpässen in die Bredouille zu bringen. Eine Strategie, die in den ersten Spielen nach der Winterpause durchaus beherzigt wurde, sich dann aber wieder „ausschlich“. Ähnliches gilt auch für das Spiel in die Spitze, wo sich Aykut Civelek für den wegen einer Rippenprellung vakanten Bastian Herzner mühte. Profitierte der alles andere als einen Brecher darstellende sondern ganz klar das spielerische Element verkörpernde Civelek gegen Burghausen und in Hof noch von flachen Zuspielen in den Lauf, setzten seine Nebenleute gegen Buchbach plötzlich auf das für ihn komplett untaugliche Mittel mit hohen Flanken ins Zentrum. Die Gründe, weshalb das Team von seiner so vielversprechenden Marschroute abgewichen ist, bezeichnet Schlickers Trainerpendant Serdal Gündogan als „Kopfsache.“
Mit psychologischer Aufbauarbeit hat auch Stefan Köck, Coach des SV Schalding-Heining so seine Erfahrungen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Anton Autengruber in der Winterpause, erklärte sich der 32-jährige bereit, in die Bresche zu springen und sorgte bei seinem Einstand gegen Buchbach als erster Spielertrainer in der Geschichte der Regionalliga Bayern für ein Novum. Unter dem Ex-Klosterer stabilisierte sich das Team und knöpfte sogar dem souveränen Tabellenführer Unterhaching auf deren eigenem Gelände einen Zähler ab. Größter Trumpf der Passauer Vorstädter aber ist ihre Heimstärke. So verwandeln die im Schnitt etwa 1100 Zuschauer das relativ enge Stadion regelmäßig in einen Hexenkessel mit all seinen manchmal skurrilen Folgen. Fürwahr eine alles andere als einfache Situation für die Klosterer, aber auch eine, deren erfolgreiche Bewältigung gerade auch in psychischer Hinsicht neue Kräfte hervorrufen kann.                                                                                                                                                                                  

Am Rande notiert:
Gute Bilanz: Im Hinspiel kassierte der SVS mit 1:6 eine schallende Ohrfeige. Insgesamt aber nimmt sich die Bilanz für die Klosterer gegen Schalding mit sechs Siegen einem Remis und zwei Niederlagen bei 25:16 Toren recht erfreulich aus.
 

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