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Prinzen und die Suche nach einem Leader

Datum: 24.03.2018Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Prinzen und die Suche nach einem Leader

Will der SVS beim aufstrebenden 1. FCN II bestehen, braucht es Spieler die Verantwortung übernehmen. Daran aber mangelt es dem SVS schon seit langem.

Dass das für vergangenen Dienstag angesetzte Spiel gegen den SV Schalding-Heining der so gar nicht einem Frühlingsanfang gemäßen Witterung zum Opfer fiel, löste bei Roger Prinzen zwiespältige Gefühle aus: „Wir hätten ganz gerne gespielt“, so der Coach. Allerdings haben er und seine Mitstreiter die zusätzliche Zeit bestmöglich genutzt und unter anderem das 1:1 den FV Illertissen nochmal genau analysiert. „Im Vergleich zum Auftritt gegen Buchbach waren wir in der Defensive wesentlich stabiler und haben auch die gegnerischen Standardsituationen besser verteidigt“, streicht Prinzen zwei positive Aspekte heraus, die maßgeblich zum ersten Punktgewinn des noch jungen Fußballjahres beitrugen. Aspekte also, die auch im Zuge des an diesem Samstag (14 Uhr) bevorstehenden Auftrittes beim 1. FC Nürnberg II unbedingt zum Tragen kommen müssen. Immerhin verfügen die „Clubberer“ mit 63 Einschüssen in 25 Spielen über die mit Abstand beste Offensive der Liga.
Nach einem massiven Kaderumbau im Sommer legte das Team des ebenfalls neu an den Valznerweiher gewechselte Ex-Club-Profi Reiner Geyer zunächst einen recht durchwachsenen Start hin. Mittlerweile aber hat sich der fränkische Talentschuppen stabilisiert und ist bis auf den dritten Tabellenplatz emporgeklettert. Auch die im Februar verkündete Entscheidung, keine Lizenz für die dritte Liga zu beantragen, vermochte den Höhenflug nicht zu stoppen. Vielmehr trotzte man dem TSV 1860 München im ersten Spiel nach dieser Entscheidung im mit mehr 17.000 Zuschauern – darunter größtenteils Löwenfans - gefüllten Max-Morlock-Stadion nach einem 0:2 noch eine Punkteteilung ab, um dann am vergangenen Wochenende dem FC Bayern München II mit einem 3:1 auf dessen eigenem Gelände eine herbe Niederlage beizubringen. Mittendrin auch Andreas Knipfer. Der 20-jährige wagte in der vergangenen Saison den Sprung vom BSC Woffenbach zum FCN und hat sich dort auf seiner Position als rechter Außenverteidiger zum unverzichtbaren Stammspieler gemausert.
Feste Größen im Kader, die besitzt auch Prinzen bei seinen Klosterern. Allerdings keine, die in schwierigen Situationen zuverlässig das Heft des Handelns übernehmen. „Uns fehlen Spieler, die Führung übernehmen und anschieben“, macht der Trainer aus diesem Manko keinen Hehl. Beim SV Seligenporten ein mittlerweile schon seit Jahren immer wieder beklagter Umstand., ist es doch seit dem Abschied von Matthias Wolf im August 2012 nicht mehr gelungen, einen echten „Leader“ zu verpflichten. Marco Weber verfügt zwar durchaus über die hierfür nötigen Qualitäten und erhebt auch an sich selbst den Anspruch, Führung zu übernehmen. Tatsächlich aber agiert der 24Jahre alte Mittelfeldspieler viel zu wechselhaft und taucht zuweilen, wie gegen Buchbach geschehen,  schon mal komplett ab. Zu welchen Leistungen Weber imstande sein kann, bewies er im Hinspiel gegen den FCN, als er einer bärenstarke Leistung absolvierte und obendrein zwei Treffer zum 3:1-Erfolg beisteuerte.
Zurückgreifen kann Prinzen auf die zuletzt erkrankten Sven Seitz im Sturm und Abwehrmann Pascal Schärtel. Noch keine Alternative ist hingegen Milos Tesic, der nach monatelangen Visum-Problemen mittlerweile im Training befindet, aber sowohl noch körperlichen als auch taktischen Rückstand aufweist. 

Am Rande notiert:
Bilanz: Der 3:1-Hinspiel-Erfolg war für den SVS der zweite Sieg gegen den Club in der Regionalliga. Darüber hinaus gab es ein Remis und acht Niederlagen.
Termine: Am kommenden Mittwoch (19 Uhr), tritt der SVS beim FC Ingolstadt II an, bevor dann am Ostermontag (14 Uhr) der VfR Garching im Kloster gastiert. Das am vergangenen Dienstag ausgefallene Match gegen Schalding wird am Dienstag, den 1. Mai (14 Uhr) nachgeholt.
 

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