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SVS will Pokalschwung nutzen

Datum: 08.09.2018Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
SVS will Pokalschwung nutzen

Gegen den TSV Abtswind winkt der Sprung ins Mittelfeld.

Seligenporten Den 3:2-Pokalsieg des SV Seligenporten gegen Rain am Lech als „Meisterwerk“ zu bezeichnen, ist sicherlich mindestens eine Dimension zu hoch gegriffen. Zweifellos aber darf diese mit dem Einzug ins Viertelfinale gekrönte Aufholjagd als Fingerzeig dafür gewertet werden, in wieweit die Fusion der zu Saisonbeginn völlig neu zusammen gestellten Mannschaft gediehen ist. „Nach dem 0:2-Rückstand waren wir am Boden. In der zweiten Halbzeit haben wir richtig Gas gegeben und uns nicht nur zurückgekämpft, sondern auch in spielerischer Hinsicht überzeugt“, war Trainer Hendrik Baumgart hinterher voll des Lobes. Als besonders Sinnbild dieses leidenschaftlichen Pokalkampfes dient Kapitän Marco Janz. Trotz seiner in einem Kopfballduell erlittenen Platzwunde am Kopf, dachte der Innenverteidiger zu keinem Zeitpunkt ans Aufhören, sondern warf sich mit seinem „Dieter-Hoeneß-Gedächtnis-Turban“ weiterhin mutig ins Getümmel. Vielleicht diesem Beispiel folgend, nahmen sämtliche anderen Kloster-Kicker ihr Fußballherz in die Hand und ließen sich durch nichts von Weg abbringen. Statt nach einer elfmeterwürdigen Attacke gegen Tim Wunderlich mit dem Schiedsrichter zu hadern, wurde das herrenlose Spielgerät in den eigenen Reihen gehalten und unmittelbar danach von Tim Olschewski energisch zum zwischenzeitlichen Ausgleich in die Maschen gejagt.
Eine derart wuchtige wie auch zielstrebige Vorstellung braucht es auch, um im an diesem Samstag (16 Uhr) anstehenden Heimspiel gegen den TSV Abtswind einer fast schon qualvollen Wartezeit ein Ende zu setzen – nämlich der auf den nächsten Heimsieg in einem Punktspiel. So datiert das letzte derartige Ereignis aus einer Zeit, in der sich die meisten Blätter, die nun allmählich von den Bäumen und Sträuchern fallen, noch tief in ihren Knospen verbargen. An jenem 14. April schickte der SVS den FC Unterföhring mit einer 5:0-Packung nach Hause.
Abgesehen davon, dass man im Kloster schon mit einem „ganz normalen“ Dreier höchst zufrieden wäre, dürfte sich dieses Unternehmen ohnehin als kein leichtes gestalten. Nach etlichen vergeblichen Versuchen, feierte der TSV Abtswind mit der erstmaligen Zulassung für die Bayernliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Von einer 0:3-Auftaktpleite gegen die DJK Bamberg unbeeindruckt, überrollte der im Unterfränkischen Landkreis Kitzingen beheimatete Klub anschließend den 1. FC Sand (3:0) sowie Mitaufsteiger ASV Vach (6:1) beinahe mühelos. Obwohl die Euphorie mit zuletzt drei Niederlagen in Folge gedämpft wurde, befindet sich der einzig den Klassenerhalt als Ziel auserkorene TSV mit seinem derzeitigen zehnten Tabellenplatz noch immer voll auf Kurs.
„Abtswind ist eine Mannschaft die gut gegen den Ball arbeitet und auf Konter spekuliert“, macht sich Baumgart auf eine ganz harte „Defensiv-Nuss“ gefasst. Und weil er sich darüber im Klaren ist, dass seine kickende Belegschaft mit einer solchen Spielweise des Öfteren ihre Probleme bekommt, gibt er ihr einen eindeutigen Auftrag mit auf dem Weg: „Was uns angeht müssen wir die Balance zwischen mutigem Spiel nach vorne und defensiver Stabilität finden.“ Die Gefahr, dass der kräftezehrende Pokalauftritt vom Mittwoch seinen Tribut fordern wird, hält der Übungsleiter für begrenzt: „Fußball ist ganz viel Kopfsache der Sieg wird uns sicher viel Aufwind geben.“ Gleichwohl ist davon auszugehen, dass er das Team für den anvisieren Sprung ins Tabellen-Mittelfeld auf einigen Positionen ändern wird. So wird wohl der gegen Rain etwas unglücklich agierende David Ekern seinen Platz als Stürmer für den wesentlich ausgebuffteren Ex-Profi Sebastian Glasner räumen müssen. Zudem könnten der am Mittwoch beruflich verhinderte Fotios Katidis sowie der zuletzt erkrankte Raffael Kobrowski, wieder mit von der Offensiv-Partie sein.
Fundamental wichtig wäre auch ein Einsatz von Kapitän Marco Janz. Kurz bevor er nach dem Spiel zum Arzt fuhr, um sich seine Platzwunde fachmännisch behandeln zu lassen, gab er sich jedenfalls recht zuversichtlich: „Das ist nicht so schlimm. Gegen Abtswind bin ich sicher wieder dabei.“


 

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