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Wir haben nichts zu verlieren

Datum: 20.04.2016Kategorie: Fußball 2. Mannschaft
Wir haben nichts zu verlieren

Die stark abstiegsbedrohte U23 ist im Derby gegen den Primus ASV Neumarkt krasser Außenseiter.

Eigentlich sind Lokalderbys im Spielkalender eines Vereines ja so etwas wie Feiertage. Dies gilt aber nicht für die U23 des SV Seligenporten, wenn an diesem Mittwoch (18.30 Uhr) der ASV Neumarkt im Kloster aufkreuzt. Den angesichts der mit dem letzten Tabellenplatz sehr prekären Lage, müssten die Klosterer ihr äußerst mageres Punktekonto unbedingt aufpeppen, ein Unterfangen, das gegen den Ligadominator und sehr wahrscheinlichen Aufsteiger aus der Nachbarstadt doch recht fraglich erscheint.
Da spendet auch die Erinnerung an die sehr ansehliche Vorstellung bei der knappen 1:2-Niederlage im Hinspiel nicht viel Hoffnung. Denn von den damals dreizehn eingesetzten Akteuren weilen immerhin acht nicht mehr beim SV Seligenporten. Überhaupt ist die U23 einer enormen Fluktuation unterworfen. So verzeichnet die Spielerliste seit Saisonbeginn kaum glaubliche 25 Zu- und 31-Abgänge. Zudem warfen  mit Thomas Diem und vor kurzem Ioan Pal auch zwei Trainer das Handtuch. Erschwerend kommt noch dazu, dass die beiden Übungsleiter völlig verschiedene Spielphilosophien bevorzugten. Während bei Ersteren hinten „die Null“ stehen sollte, suchte Letzterer sein Heil in der Offensive. Angesichts all dessen vermag es auch so gar nicht zu überraschen, dass sich eine funktionierende und stabile hierarchische Struktur innerhalb der Mannschaft erst gar nicht entwickeln konnte und sie deshalb im Klassement auch ganz hinten angesiedelt ist.
Wie verunsichert das Team ist, zeigt sich zu einem dadurch, dass es noch kein einziges Mal einen Rückstand in einen Sieg ummünzen konnte und zum anderen auch in der Fairnesstabelle, wo es mit sechs Gelb-Roten und sieben Roten Karten das Schlusslicht bildet. Was Wunder, dass U23- Teammanager Dieter Rebel  seine Kicker in der Rolle des krassen Außenseiters sieht: „Der ASV ist ganz klar der Favorit, wir dagegen haben überhaupt nichts zu verlieren.“ Freilich aber macht er keinen Hehl daraus, dass es trotz allem auch um die Ehre geht: „Wir werden uns natürlich nicht schon von vorneherein ergeben, schließlich ist ein Lokalderby auch eine wichtige Angelegenheit für das Prestige.“
Um die Chance, die sich und sei sie auch noch so klein, in jedem Spiel immer bietet, bestmöglich zu nutzen, setzt Interimstrainer Stephan König erst einmal auf Sicherheit: „Wir werden etwas defensiver als sonst spielen und dem ASV das Spiel machen lassen.“  Zudem hofft er auf die richtige Stimulanz von außen. „Vielleicht bekommen wir bei einer guten kämpferischen Leistung auch die nötige Unterstützung durch die Zuschauer.“
Es ist also  nicht besonders viel, was für die Klosterer spricht. Vielleicht aber bewahrheitet sich ja auch eine altbekannte und viel zitierte Floskel, die da lautet: Derbys haben ihre eigenen Gesetze.                        

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