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Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen

Datum: 26.08.2017Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen

SVS-Trainer Roger Prinzen hofft in dem extrem ungleichen Duell seiner Klosterer gegen den TSV 1860 München auch auf die „Energie der Massen.“

Klein gegen Groß, David gegen Goliath, Tabellenletzter gegen Spitzenreiter, Dorfklub gegen Traditionsverein: Das Duell des SV Seligenporten gegen den TSV 1860 München an diesem Samstag (16 Uhr) im mit 3500 Zuschauern komplett ausverkauften Kloster ist eines, welches innerhalb einer Liga kaum gegensätzlicher sein könnte. Und es ist vor allen Dingen ein Match zwischen einer „grauen Maus“ und einem unermüdlichem Schlagzeilenproduzenten.
Denn wohl  nicht einmal der FC Bayern sorgt im Freistaat für so viele Aufreger wie die „Löwen“. Im Vorjahr noch in der zweiten Liga zuhause, setzte mit dem Abstieg im vergangenen Frühjahr eine Kettenreaktion ohnegleichen ein.  Eigentlich nun der dritten Liga angehörig, versagte der höchst umstrittene Investor Hasan Ismaik dem Verein den für den Erhalt der Lizenz notwendige finanzielle Unterstützung, so dass die Eingliederung in die Regionalliga Bayern erfolgte. Die noch immer schwelende Gefahr der Insolvenz konnte mit einer Kündigung des Mietvertrages für die ohnehin schon immer völlig überdimensionierte Allianz-Arena und der Rückkehr in das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße endgültig abgewendet werden. Wohl auch diese Rückkehr zu den sportlichen Wurzeln sorgte bei den Fans für einen wahren Boom. So gingen die Dauerkarten weg wie warme Semmeln, ehe der Verkauf bei der Marke von 6000 Stück gestoppt wurde. Was Wunder also, dass die beiden ersten Spiele gegen Buchbach und Rosenheim komplett und die Partie gegen Illertissen fast  ausverkauft waren. Auch in der Fremde sorgen die tiefgestürzten  60er regelmäßig für volle Häuser.
Mitverantwortlich für die nach den jüngsten Ereignissen um den Traditionsklub eigentlich völlig konträre Euphorie ist sicherlich auch der Umstand, dass mit Daniel Bierofka ein Trainer mit Kultstatus an der Seitenlinie steht. Ihm obliegt es nun, mit dem aus Spielern der ehemaligen zweiten Mannschaft und einigen Ex-Profis wie Sascha Mölders (FC Augsburg) und Timo Gebhard (u.a. 1. FC Nürnberg) komplett neuformierte Team den möglichst sofortigen Aufstieg zu realisieren. Das dieser kein Selbstläufer wird, mussten die Löwen dann schon am dritten Spieltag bei der 0:1-Niederlage beim TSV Buchbach spüren. In diesem Zusammenhang zeigte sich auch Bierofka recht dünnhäutig, als er sich von den bei der Buchbacher Kabinenparty nach außen dringenden Gesängen angegriffen fühlte. Überhaupt beklagte sich der Coach kürzlich darüber, dass „hier viel zu viel Druck aufgebaut“ werde. Nichtsdestotrotz aber bekräftigte der Verein sein Ziel des sofortigen Wiederaufstiegs, indem er nochmal auf dem Transfermarkt zugriff. So wurden mit Stürmer Markus Ziereis (zuletzt Jahn Regensburg) sowie Defensivmann Philipp Steinhardt (SF Lotte) nochmals zwei bereits höherklassig erfahrene Spieler geholt.
Wie anders dagegen die Lage beim SV Seligenporten, der sich am vergangenen Dienstag im Verbandpokal beim Landesligisten SV Memmelsdorf zu einem 2:0-Sieg quälte. „Wir sind am Anschlag. Nach acht Spielen in vier Wochen mit nur 14 und nach der Verletzung von Marcel Schelle sogar nur noch dreizehn Spielern, kommt halt so eine Partie zustande“, macht Trainer Roger Prinzen die schwierigen Hintergründe deutlich. Was den anstehenden Hit gegen den Spitzenreiter angeht, hat er die verbliebene Zeit bestmöglich genutzt: „Wir haben im Training ein paar Sachen ausprobiert und daran gearbeitet der Mannschaft Selbstvertrauen zu vermitteln. Als unbesiegbar stuft Prinzen den Gegner ohnehin nicht ein, weiß er doch um dessen Schwachstellen. Preisgeben mag er sie nicht, nennt aber die Mittel, wie diese bestmöglich ausgenutzt werden können“ „Wichtig ist vor allen Dingen, dass wir mutig dagegenhalten und in die Zweikämpfe kommen“. Fundamental wird es auch sein, ob und wie das Team die Balance zwischen Defensiv- und Offensivbewegung hinbekommt - eine Gratwanderung also, bei der die Klosterer schon des Öfteren böse ausgerutscht sind. Zudem setzt der Coach auf die „Energie der Massen“: „Das Erlebnis vor einem ausverkauften Haus zu spielen, hatten die meisten von uns noch nicht. Dies wird uns sicherlich beflügeln.“ Auch Ex-Profi Prinzen selbst lässt diese, dass gesamte Klosterdorf elektrisierende Fußballfest, nicht ungerührt: „Wir wollen unseren Gegner, der die Aufstiegskarte praktisch schon in der Tasche hat, richtig ärgern. Deshalb haben wir nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.“                             

Am Rande notiert:
Die Zuschauerrekorde des SVS
Zuhause: Die Kulisse von 3500 Zuschauern wird die weitaus größte sein, vor der der SVS in der Regionalliga jemals gespielt hat. Noch mehr Publikum im Kloster gab es lediglich am 15. August 2012, als 5000 Fans die Partie gegen den FC Bayern München (1:3) sehen wollten.
Auswärts: Das am besten besuchte Spiel in der Fremde ist noch gar nicht so lange her: Am 5. Juni 2017 umrahmten 2547 Fußballfreude das vom SVS mit 2:0 siegreich gestaltete Relegationshinspiel bei der SpVgg Viktoria Aschaffenburg.
 

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