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Zwei Klubs in völlig unterschiedlichen Nöten

Datum: 24.10.2014Kategorie: Fußball 1. Mannschaft
Zwei Klubs in völlig unterschiedlichen Nöten

Während die Klosterer am heutigen Freitag (19 Uhr) beim FC Schweinfurt aus ihrem sportlichen Dilemma herauskommen wollen, produziert beim Gegner eine positive Dopingprobe negative Schlagzeilen.

So wurde am vergangenen Dienstag bekannt, dass der Bayerische Fußballverband ein Verfahren gegen Abwehrspieler Joseph Mensah eingeleitet hat. Bei Mensah ergab eine nach dem Match beim TSV Buchbach abgegebene Dopingprobe einen positiven Befund auf Amphetamine, so dass der Schweinfurter bis zum Abschluss des Verfahrens gesperrt wurde. Auch der Verein reagierte und suspendierte den bisher zehnmal zum Einsatz gekommenen Neuzugang von FC Würzburger Kickers mit sofortiger Wirkung. Zudem erklärte der sportliche Leiter Rüdiger Mauder bereits am vorherigen Sonntag seinen Rücktritt. Einen Zusammenhang mit dem Dopingfall soll es aber laut Pressesprecher und Vorstandsmitglied Markus Schäflein nicht geben.
SVS Trainer Florian Schlicker, der mit FCS-Coach Gerd Klaus in Freundschaft verbunden ist, weiß um dessen Ohnmacht: „Ein Trainer hat darauf nullkommanull Einfluss, die Spieler haben alle die Anti-Doping-Richtlinien erhalten und unterschrieben.“ Beim SVS ist man sogar etwas weiter gegangen, um das Bewusstsein der Spieler für ihre Alleinverantwortlichkeit – siehe Infofläche – zu schärfen. „Unser Doktor hat mit uns eine kleine Schulung durchgeführt und Unterlagen verteilt, in denen steht, was eingenommen werden darf und was nicht“, erklärt Schlicker.
Sportlich stehen die Schweinfurter mit Platz acht allerdings relativ solide dar. Dies umso mehr, als die „Schnüdel“ in der vergangenen Saison den Klassenerhalte erst in der Relegation sicherstellten. Auch die Fans honorieren diese Entwicklung und strömen mit einer durchschnittlichen Besucherzahl von fast 2100  Scharenweise ins altehrwürdige Willy Sachs Stadion. Dass diese dann auch stimmgewaltige Kulisse ihrem Team zuweilen Offensiv-Flügel verleiht, mussten die SpVgg Bayreuth, bei  ihrer 3:5-Niederlage und der SV Schalding-Heining, welcher sogar mit 0:5 hinweg gefegt wurde, bitter spüren. Nicht die besten Voraussetzungen also für die wahrlich alles andere als euphorischen Klosterer.  „Für uns ist es momentan vom Kopf her nicht einfach. Wir führen mit den Spielern viele Einzelgespräche und versuchen ihr  Selbstvertrauen wieder aufzubauen“, lässt Schlicker in sein derzeit sehr von psychologischen Faktoren geprägtes Tätigkeitsfeld beim Tabellenletzten blicken.
Aller Probleme zum Trotz, gibt es bei dem Klosterern mit Alexander Braun auch einen echten Lichtblick. Der 22-jährige, im Sommer von der DJK Ammerthal ins Kloster gewechselte Deininger, hat seine durch den Ausfall von Florian Jakl (Bandscheibenvorfall) gekommene Chance in der Innenverteidigung genutzt und sich ins Team gebissen. „Dafür, dass er das erste Mal auf diesem Niveau spielt, bin ich sehr zufrieden. Natürlich macht er noch Fehler, doch dies darf er auch“, beurteilt  Schlicker den Werdegang seiner Nummer 19 ausgewogen, um dann aber ein dickes Kompliment hinterher zu schicken: „Der Junge macht echt Spaß.“ 
Somit wäre es keine große Überraschung, wenn „Brauni“ nun zum achten Male in den letzten neun Partien in der Startelf auftauchen würde. Zumal der Trainer in Schweinfurt einen „kompakten und geschlossen auftretenden Gegner“ erwartet und deshalb eine defensive Grundordnung bevorzugt: „Wir wollen aus einer gesicherten Abwehr heraus agieren, dabei aber auch nicht das Fußballspielen vergessen und alles daran setzen, um zu punkten.“              


Am Rande notiert:
§2, Abs. 1a der Anti-Doping-Richtlinien des Deutschen Fußballbundes legt fest: Es ist Aufgabe jedes Spielers, sich zu vergewissern, das keine verbotenen Substanzen in seinem Körper gelangen. Die Spieler sind verantwortlich für verbotene Substanzen … die sich in dem ihren Körper entnommenen Proben befinden.

Dass Dopingkontrollen in der Regionalliga gang und gäbe sind, musste auch der SV Seligenporten in dieser Spielzeit erfahren, als es nach der Partie beim FV Illertissen zwei Spieler „erwischte“.
 

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